Archiv für die Kategorie ‘Software’

R-Frontend/GUI

Samstag, 07. November 2009

r_guiNachdem ich nun schon einige Zeit R nutze, stellt sich gelegentlich wieder die Frage nach dem entsprechenden Frontend. R selber bringt zwar auch eine GUI mit, diese ist aber eher einfach gestrickt (siehe Bild rechts). Da die Software ja Open Source ist, stelle ich hier einige Frontends (oder auch GUIs) vor, die mir besonders zusagen. Für eine vollständige Liste, verweise ich an folgende Seite, wenn auch nicht mehr ganz aktuell: http://www.sciviews.org/_rgui/

Ich möchte daher meine aktuellen Favoriten hier kurz vorstellen:

  • JGR (sprich: jaguar) ist eine komplett in Java geschriebe GUI. Sie verfügt über eine Console, optionale Skript-Fenster sowie einen Objekt- und Package-Browser. Zur vereinfachten Eingabe sind die meisten Befehle als Tooltips verfügbar. Als besonderes Schmankerl kann man sich das package Deducer installieren, welches einen Databrowser und diverse Analyse- und Grafikmöglichkeiten direkt zum “Zusammenklicken” bietet.
  • Tinn-R ist eine Erweiterung des Notepads Tinn. Im Grunde stellt die Software einem ein Skriptfenster zur Verfügung und führt die gewünschten Befehle direkt auf der R GUI aus. Zudem sind natürlich Features wie Syntax-Highlight usw. mit inbegriffen. Wunderbar eignet sich Tinn-R auch als Ersatz des einfachen Windows Notepads, da unter anderem auch für viele weitere Sprachen Syntax-Hilighting angeboten wird. Achtung: Unbedingt immer die Versionen von Sourceforge nehmen. Die auf der Homepage angebotenen Dateien sind hoffnungslos veraltet.
  • StatET ist aktuell mein absoluter Favorit. Es handelt sich dabei um eine Erweiterung der bekannten Entwicklungsumgebung Eclipse. Besonders gut gefällt mir dabei, dass die Umgebung eigentlich alles mitbringt und ich im Endeffekt nur ein Fenster habe, indem alles abläuft. Das hilft vor zu vielen kleinen Fenstern, die einem den Überblick nehmen. Der einzige Nachteil ist allerdings, dass Eclipse manchmal etwas oversized ist. Aber seht selbst:
    statet

Wenn jemand noch weitere gute GUIs kennt, ich bin immer für Empfehlungen offen ;-)

So long,
Arne

[R] Dummies erstellen

Donnerstag, 24. September 2009

Hallo,
kurzer Eintrag. Ich bin letzte Woche auf ein nettes Modul in R gestoßen, mit welchem man kinderleicht Dummies erstellen kann. Das Modul trägt dabei den einfallsreichen Namen dummies. Installieren ist kinderleicht:

install.packages(”dummies”)

Ist das Modul dann geladen (library(”dummies”)), kann man einfach durch den Befehl dummy eine Dummy-Variable erzeugen:

temp <- dummy(data$variable)

temp liegt dann als Matrix vor, so dass man diese ganz einfach zu den bestehenden Daten hinzufügen kann (hier angenommen, dass die Variable drei verschiedene Ausprägungen hat):

data$vardummy_1 <- temp[,1]
data$vardummy_2 <- temp[,2]
data$vardummy_3 <- temp[,3]

Und schon liegt die Variable als Dummy vor – ohne großen Aufwand.

So long,
Arne

Such doch selber!

Mittwoch, 27. Mai 2009

Moin,

ich bin schon vor einiger Zeit über Yacy gestolpert. Yacy steht für “Yet another Cyberspace”. Dahinter verbirgt sich nichts anderes als eine Open-Source-Suchmaschine. Diese basiert auf dem P2p-Prinzip. So ist das System dezentral aufgebaut und eigene Suchanfragen werden zu anderen Peers weitergeleitet und beantwortet. Dabei steht es einem frei, den eigenen Peer im Robinson-Modus laufen zu lassen. Dies bedeutet, dass der Peer isoliert wird und weder Anfragen weitergibt, noch Anfragen von außen annimmt. Theoretisch schafft man sich dadurch eine Suchmaschine, die sich dem eignem Surfverhalten anpasst (bei allen Vor- und Nachteilen). Außerdem gibt es noch einen Modus, der Yacy als Intranet-Suchmaschine laufen lässt.

Da die Kritik an der Datenkrake Google mit der Einführung von Google Books, Streetview und den ersten Google-Handys (die einen Google-Account voraussetzen) nicht gerade geringer geworden ist, habe ich Yacy mal eine Chance gegeben. Insgesamt bin ich ganz zufrieden, allerdings gibt es einige Wehmutstropfen. Doch zunächst meine subjektiven Vorteile:

  • Der integrierte Proxy-Server ist ganz gut. Dieser kann so konfiguriert werden, dass von den angesurften Seiten aus gecrawlt werden kann.
  • Einstellungen können direkt über eine Weboberfläche vorgenommen werden. Änderungen werden sofort übernommen.
  • Die Weboberfläche bietet zudem umfangreiche Statistiken und Übersichten über aktuelle Prozesse.
  • Die Suche mit anderen Peers klappt ganz gut.
  • Der Crawler leifert ganz gute Ergebnisse.
  • Es werden auch Seiten des so genannten Dark Web erfasst.
  • Es macht einfach Spaß, sich seinen eignen Suchindex aufzubauen :-D

Nachteilig finde ich dabei:

  • Teilweise sehr instabil. Besonders, wenn man den zugesicherten Arbeitsspeicher arg eingrenzt (weniger als 200MB). Dadurch stürzt das Programm öfters mal ab – zumindest nach meiner Erfahrung.
  • Recht arbeitsintensiv! Auf einem Desktop hat das Programm meiner Meinung nach eigentlich nichts verloren. Selbst auf meinem Core 2 Duo machte sich Yacy negativ bemerkbar.
  • Es gibt relaitv wenig Peers, so dass die Suchergebnisse nicht mit komerziellen Anbietern vergleichbar sind – insbesondere Google.
  • Es dauert unter Umständen > 20 Sekunden bis alle Ergebnisse geliefert wurden.

Von daher fällt das Urteil zweischneidig aus. Zunächst ist das Yacy meiner Meinung nach nur etwas für den Serverbetrieb und hat auf Desktops wenig zu suchen. Der CPU- und RAM-Hunger machte sich bei meinem Test negativ bemerkbar. Ich finde den Robinson- und Intranet-Modus (nicht getestet) recht interessant, um sich so einen eigenen Suchindex aufzubauen. Der Fairness halber sollte man seine Ergebnisse der Masse allerdings zur Verfügung stellen. ;-)

Außerdem gibt es meiner Meinung nach noch zu wenig Peers. Ich kam bei meinem Test immer auf etwa 70-80 weitere Peers, was insgesamt wohl noch zu wenig ist. Hinzu kommt, dass diese wohl überwiegend von versierten Computernutzern zur Verfügung gestellt werden. Dies hat zur Folge, dass mit hoher Wahrscheinlichkeit ein nur ganz bestimmter Teil des Internets erfasst wird.

Interessant ist dabei aber die Sciencenet Initiative des KIT. Dies zeigt eine Suchmaschine, die primär auf wissenschaftliche Quellen ausgelegt ist. Die Suchmaske befindet sich hier!

Alles in allem ein Projekt, das man durchaus im Auge behalten sollte!

So long,
Arne

Uniplaner für iPod touch/iPhone

Sonntag, 05. April 2009

Moinsen,
ich habe gerade von einem neuen Programm im AppStore erfahren: Uniplaner! Damit kann man seinen Stundenplan auf dem iPod touch/iPhone verwalten. Macht auf den ersten Blick einen ganz ordentlichen Eindruck. Allerdings kann ich noch nicht sagen, ob es sich gegen den Kalender behaupten wird. Ein ganz nettes Gimmick ist es auf alle Fälle…

So long,
Arne

Weniger ist mehr…

Donnerstag, 23. Oktober 2008

Moin,
ich habe heute Post von UPS bekommen. Ich hatte am Sonntag Office 2007 bei Unimall bestellt. Natürlich als Studentenversion ;-) Trotz Überweisung ist das Paket bereits heute gekommen. Nicht schlecht! Ich habe das Paket aufgemacht und war doch etwas überascht:

Also dann hätten sie doch wenigstens eine ordentliche Hülle mitliefern können, oder? Scheinbar ist das aber der letzte Trend, denn bei diversen Videotheken bekommt man neuerdings auch nur noch ähnliche Hüllen. Irgendwie arm…

So long,
Arne

Social Networking in Outlook pt. II

Mittwoch, 19. März 2008

Moin,
vor etwas mehr als zwei Monaten hatte ich an dieser Stelle auf eine Software namens Xobni Insight geschrieben (Link). Nun habe ich gestern eine Mail bekommen, dass die Beta-Version für mich frei geschaltet ist. Das habe ich mir natürlich nicht zwei mal sagen lassen und mir die Version gleich mal installiert. Was soll ich sagen: Ich bin ganz einfach begeistert. Das Add-In erfüllt alle meine Erwartungen und ist wirklich kinderleicht zu bedienen. Hier noch mal das Video, welches ich schon beim ersten Post hochgeladen habe:

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Im Übrigen habe ich noch fünf Einladungen. Wenn jemand an dem Programm interessiert ist, bitte die entsprechende Mail-Adresse als Kommentar hinterlassen.

MfG
Arne

Social Networking in Outlook

Dienstag, 15. Januar 2008

Moin,
ich bin vor ein paar Tagen auf ein wunderbares neues Tool gestoßen, welches einem umfangreiche Analyse- und Organisationsmethoden für Outlook mitbringt. Das Tool heißt Xobni Insight von der Firma Xobni (welch ein innovativer Programmname ;-) ). Das Tool durchsucht die eigenen Mails und stellt umfangreiche Statistiken zur Verfügung. So wird der bisherige Kontakt mit dem Absender grafisch dargestellt, alle Dateianhänge dargestellt, usw. Scheint ein sehr geniales Tool zu sein, vor allem, wenn man wie ich etwas organisationsfaul ist :-) Anbei mal ein kleines Video:

Get the Flash Player to see the wordTube Media Player.

Leider ist das Programm noch in der Beta-Phase und man muss eingeladen werden. Ich habe mich auf jeden Fall schon in die Liste eingetragen. ;-)

So long,
Arne